Auf der sonnigen Seite ist, wer die richtige Bereifung hat

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Auch wenn Außentemperaturen von über 7 Grad Celsius noch keinen Sommer bedeuten ist dies der richtige Zeitpunkt um an die Reifenumstellung des Fahrzeuges zu denken.
Seitdem im Dezember des Jahres 2010 die Winterreifenpflicht gesetzlich verankert wurde, greifen wesentlich mehr Autofahrer zu den Jahreszeiten angepassten Reifen. Und diese Entscheidung ist gut so, müssen die Reifen im Extremfall, wie dem plötzlichen Bremsen oder Ausweichen, doch Schwerstarbeit leisten. Sowohl Sommerreifen als auch Winterreifen wurden den Umweltbedingungen der kalten oder warmen Perioden im Jahr optimal angepasst. Technisch hochentwickelte Sommerreifen halten höheren Temperaturen weitaus besser Stand und bieten einen erheblichen Fahrkomfort. Die Wände des Reifens haben einen geringeren Gehalt an Naturkautschuk und ermöglicht mit den dadurch veränderten Gummieigenschaften mehr Bodenhaftung auf sommerlichen Fahrbahnen. Durch die höhere Stabilität auch bei schnellerer Fahrt und in Kurvenlagen verbessert sich das Handling des Fahrzeuges entscheidend und trägt so einen enormen Teil auch zur sicheren Fahrweise bei. Neben dem richtigen Reifendruck ist es auch die Profiltiefe, die entscheidend zur Fahrsicherheit beiträgt. Sind gesetzlich mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, so empfehlen Experten gerade bei Sommerreifen doch eine Mindestprofiltiefe von mindestens 3 Millimetern um besonders bei Gefahr durch Aquaplaning zuverlässig handeln zu können. Eigens den Umwelteinflüssen der heißen Jahreszeit angepasste Sommerreifen tragen auch mit einem verkürzten Bremsweg maßgeblich zur Sicherheit auf den Straßen bei. Bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde, trockener Fahrbahn und etwa 20 Grad Außentemperatur kommt ein Fahrzeug mit Sommerreifen bei Bremseinwirkung mehr als 4 Meter früher zum Stehen als ein Vergleichsauto mit Winterbereifung.
Doch nicht nur in Bezug auf die Fahrsicherheit sind Sommerreifen die richtige Wahl. Möchte man nachhaltig Gutes für die Umwelt tun wechselt man am besten rechtzeitig zur geeigneten Bereifung. Als Eselsbrücke wird hierfür gern die bekannte „Ostern bis Oktober“ Regel herangezogen, die einen guten Richtwert gibt. Mit einem wesentlich geringeren Rollwiderstand verringert sich mit Sommerreifen in der heißen Jahreszeit nicht nur der belastende CO² Ausstoß der passend bereiften Fahrzeuge, auch der Kraftstoffverbrauch sinkt um bis zu 5 Prozent und schont zusätzlich noch den Geldbeutel. Hinsichtlich dessen, dass im Sommer genutzte Winterreifen einen Abrieb von etwa 20 Prozent mehr aufweisen ist die Entscheidung doch schon fast gefallen. Sommerreifen tragen, auf 10.000 Kilometer gemessen, das Fahrzeug etwa 2.000 Kilometer weiter und haben somit eine längere Haltbarkeit. Diese Tatsache wiederum rechnet sich doppelt und bringt nebenbei ein kleines Plus in die Urlaubskasse.

Wer zur Sicherheit auf den Straßen beitragen und nebenbei Umwelt sowie Geldbeutel schonen möchte ist mit der Wahl der passenden Bereifung für jede Jahreszeit einen guten Schritt voran.

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