Das Kniegelenk

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das Kniegelenk
By: rosmaryCC BY 2.0

Es hilft uns beim Stehen und Gehen, Laufen und Springen, macht Tanzen und Klettern möglich.

Schmerzen im Knie sind nicht selten und können sowohl junge als auch ältere Menschen treffen. Zu unterscheiden ist immer zwischen akutem Schmerz und chronischem Auftreten, wobei der Verlauf durchaus unregelmäßig und schlimmer werdend sein kann.

Das Kniegelenk verbindet als größtes Gelenk unseres Körpers den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein und ist so mancher Belastung ausgesetzt. Als Scharniergelenk ermöglicht es das Beugen und Strecken des Beines und macht so das Sitzen, Knien und Hocken erst möglich. Da in gebeugtem Zustand der Unterschenkel zudem kreiseln kann, wird das Kniegelenk auch als Drehwinkelgelenk bezeichnet. Ein weiterer Aspekt für die enorme Leistung aber auch starke Belastung dieses Körperteils, welches in trainiertem Zustand gut 1 senkrecht einwirkenden Tonne standhalten kann!

Um die speziellen Bewegungen ausführen zu können, ist es jedoch notwendig, dass das Kniegelenk aus nicht kongruenten Gelenkpartnern besteht. Diese knöchernen Teile sitzen nicht harmonisch aufeinander und werden durch Bänder und Muskeln gehalten.

Ursachen des Knieschmerzes

Faktoren wie Übergewicht und Fehlstellungen in Form von X und O Beinen sowie häufig eingenommene Zwangshaltungen sind enorme Belastungen für unser Knie. Speziell das Hocken, Knien, Laufen auf hartem Untergrund und vermehrter Krafteinsatz sorgen für Schmerzen im Knie aufgrund schlechter werdender Durchblutung. Nicht selten ist frühzeitiger Verschleiß eine Folge.

Bei der genauen Diagnose des Knieschmerzes ist die Betrachtung von äußeren Begleitumständen daher äußerst wichtig. So sind viele Schmerzprobleme typisch für Kinder und Jugendliche und wachstumsbedingt. Andere hingegen treten erst mit zunehmendem Alter auf und sind im Gegensatz zu beispielsweise Sportverletzungen nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Schmerzen müssen in erster Linie nach deren Verlauf zwischen plötzlich auftretend „akut“ und über einen längeren Zeitraum schleichend „chronisch“ unterschieden werden. Diverse Bewegungstests in Verbindung mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen und Ultraschall helfen maßgeblich bei der genauen Diagnostik und können zudem als Behandlungsweg genutzt werden.

Häufige Ursache – Meniskus

Häufige Ursachen des Knieschmerzes sind neben Brüchen auch Verrenkungen, Bänder- und Muskelrisse, Entzündungen, altersbedingte Veränderungen durch Arthrose sowie Verletzungen des Meniskus.

Zuletzt genannter Meniskus dient als Stoßdämpfer, Lastenträger und Stabilisator im Knie und äußert sich bei Anfälligkeit nicht selten schon im Kindesalter mit „Einklemmungen“ und kann auch bei scheinbar harmlosen Verletzungen schnell einen „Knacks“ abbekommen. Besonders chronische Überanstrengung im sportlichen Bereich kann zunächst unbemerkt zu feinen Rissen führen. Nun reichen schon geringfügige Auslöser wie eine Drehbewegung bei gebeugtem Knie aus, um den Meniskus selbst zu schädigen und starke Knieschmerzen hervorzurufen. Ein ganz typisches Symptom ist das Auftreten eines schnappenden Gelenkgeräusches, meist in Verbindung mit spürbaren Knieblockaden.

Verletzungen des Meniskus sind meist sportlich bedingt und äußern sich gewöhnlicherweise mit Form- und Gewebeänderungen, die zu sehen oder zu tasten sind. Häufig handelt es sich um kombinierte Verletzungen mit beispielsweise den Kreuzbändern und diese resultieren aus der Überstreckung des Knies bzw. einer Bewegung mit anschließender Drehung. Die dringende ärztliche Behandlung sollte idealerweise in einer Sportklinik erfolgen.

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