Luftangriffe gegen IS von Großbritannien

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Großbritannien fliegt Luftangriffe gegen IS

Nachdem nun schon die USA und Frankreich mit gezielten Luftangriffen versuchen, den Terrormilizen der IS Einhalt zu gebieten, hat sich nun mit England eine weitere Veto Macht angeschlossen. Am Freitag dieser Woche wurde im englischen Parlament beschlossen, dass auch Großbritannien an den Luftangriffen gegen die IS beteiligen werde.

Geführt wird die sogenannte „Allianz der Willigen“ von den Amerikanern. Ihnen hat sich nun auch England angeschlossen um sie mit militärischen Mitteln im Kampf gegen die im Irak Angst und Schrecken verbreitenden IS Milizen zu unterstützen. Die Regierung des britischen Premierministers David Cameron brachte die Frage nach dem militärischen Einschreiten am Freitag im Parlament auf den Weg. Es folgte eine mehrstündige Debatte, an deren Ende eine ziemlich eindeutige Entscheidung stand. Mit satten 524 Ja Stimmen siegte der Antrag des Premiers, gerade mal 43 Parlamentsmitglieder stimmten gegen einen Militärschlag.

Wie Cameron verlauten ließ, „sei die IS eine klare und erwiesene Bedrohung für die Briten, die Militäraktion werde daher „eher Jahre als Monate“ dauern. Verschiedenen Spekulationen der britischen Medien zufolge seien vermutlich bereits am Freitag die ersten Kampfflugzeuge der Royal Air Force bereit, Richtung Irak zu ziehen. Laut Verteidigungsminister Michael Fallon jedoch stehe jedoch „keine unmittelbare Serie von Angriffen“ bevor. Man wolle in erster Instanz zunächst einmal die sich bewegenden Ziele im Irak identifizieren.

Für diese, auch für die Briten wichtige Abstimmung, waren die Abgeordneten sogar eigens aus der Sommerpause heimgeholt worden. Bereits vor der Abstimmung an sich war man sich sicher, in dieser Frage eine klare Mehrheit erringen zu können. War noch im vergangenen Jahr eine britische Beteiligung an von den USA geführten Luftangriffen gegen das Syrische Assad Regime überraschenderweise abgelehnt worden, so errang Cameron diesmal einen Sieg auf ganzer Linie. Aus den Fehlern vom letzten Jahr hatte Cameron seine Konsequenzen gezogen und so prüfte man bereits am Tag vor der Abstimmung sämtliche rechtliche Hindernisse, die ein Eingreifen betreffen könnten. Als sicher gilt jedoch, dass sich die britische Beteiligung an den Luftangriffen zunächst einmal ausschließlich auf den Irak beschränkt. Interessant ist in diesem Zusammenhang in jedem Fall auch die Tatsache, dass es die irakische Regierung in Bagdad selber war, die ein Eingreifen Großbritanniens erbeten hatte.

 

Briten direkt betroffen

Schon alleine durch die Tatsache, dass bereits ein Brite von den IS enthauptet wurde und noch zwei weitere in deren Gewalt sind, betrifft die Engländer dieses Thema in ganz besonderem Maße. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die Täter mit britischen Pässen unterwegs sind. Die Regierung Großbritanniens vermutet etwa 500 Briten, die sowohl im Irak als auch in Syrien auf den Seiten der IS kämpfen.

Wie jedoch aus der Downing Street bekannt gegeben wurde, „sei der Schatten des Irak lang.“ Was zu einer besonderen Zurückhaltung in diesem Thema führt.

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