Apple und Google im Kreuzfeuer des FBI

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Mit ihrer Verschlüsselungstechnik haben die IT Mogule Apple und Google den Ärger des FBI auf zugezogen und mussten sich harsche Kritik des FBI Chefs anhören.

Neue Verschlüsselungstechnologien sind nicht im Sinne der Strafbehörden

Bei der scharfen Kritik, die FBI Chef James Comey diese Woche an Apple und Google übte, ging es um die ausgedehnten Verschlüsselungstechnologien, welche künftig alle Inhalte der Android Geräte wie auch auf iOS verschlüsseln sollen. Wie Comey diesen Donnerstag gegenüber US Medien verlauten ließ, habe er bereits erste Gespräche mit beiden Konzernen aufgenommen. Wie der FBI Chef erklärte der Washington Post: „Der Tag wird kommen, an dem es für das Leben von Menschen entscheidend ist, dass wir Zugriff auf diese Geräte haben.“ Daher sei es für ihn unabdingbar, eine Einigung in den Gesprächen mit beiden Konzernen zu erzielen, bevor eben jener Tag gekommen sei.

Neue Technologie macht unsere Daten sicherer

Der Mensch ist ohnehin schon ein gläsernes Individuum, nichts, kaum etwas, was den Augen der Behörden nicht entgeht. Wenn es nicht die deutschen Behörden sind, die aufgrund von Terrorismusangst quasi jeden unserer Schritte überwachen, so sind es die amerikanischen Geheimdienste. Diesem bunten Treiben möchte Apple nun ein Ende setzen.

War die Verschlüsselung von Inhalten auf unseren iPhones und iPads mit iOS 8 bislang lediglich an PIN und Passwort des Nutzers geknüpft, so hat sich dies nun verschärft. Somit kann selbst Apple Daten wie textnachrichten oder die Kontakte nun selbst dann nicht mehr auslesen, wenn eine der Strafverfolgungsbehörden mit einem entsprechenden richterlichen Beschluss samt dem entsprechenden Gerät anrückt.

Ähnlich möchte Google mit seinem Android L die perfekte und ultimativ sichere Verschlüsselung als Standardausstattung aktivieren.

 

Was an dieser Gegebenheit dem FBI Chef James Comey besonders zu schaffen macht, ist seinen Worten nach die Tatsache, dass sowohl Google als auch Apple diese neuartige Form der Verschlüsselung „ausdrücklich als etwas vermarkten, was den Menschen erlaubt, sich über das Gesetzt zu stellen.“

Doch mit Hilfe der sogenannten Cloud Backups und den Standort – wie auch den Verbindungsdaten der einzelnen Mobilfunkanbieter haben die Strafverfolgungsbehörden nach wie vor Mittel und Wege, zumindest noch einen Großteil der Nutzerdaten zu bekommen, mit Gerichtsbeschluss versteht sich.

 

Wie die Washington Post diese Woche berichtete, seien die Ermittler der verschiedenen Behörden besonders darüber schockiert, dass Apple diese neue Verschlüsselung zum einen ganz offen kommunizierte und zum anderen mit dem iOS8 schon auf den Markt gebracht hat. Nach Apple internen Angaben seien bereits weit über die Hälfte alle aktiven Nutzer auf die neue Software umgestiegen. Ermittler sprechen bereits davon, dass „Apple das neue Telefon der Wahl für alle Pädophilen werde“, wie der Chef der Kriminalbeamten der Polizei von Chicago gegenüber einer Tageszeitung zum Besten gab.

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