Bandscheibenvorfall

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Die Bandscheiben OP mittels endoskopischen Eingriffes gilt als schonendste Operationsmethode der Welt

Frage eines Patienten Hubert G., München

Ich leide an einem Bandscheibenvorfall, der nun operativ behoben werden muss. Mein behandelnder Arzt hat mir mitgeteilt, dass die Methode der endoskopischen Bandscheiben Operation in meinem Fall nicht angewendet werden kann. Können Sie mir bitte erklären, ob grundsätzlich jede Art des Bandscheibenvorfalles auf diese Weise und mit dieser Methode operiert werden kann. Dazu hätte ich gerne gewusst, wie hoch das Risiko bzw. welche Risiken bei diesem Eingriff bestehen.
Mit der endoskopischen Operation nach einem Bandscheibenvorfall können grundsätzlich alle Arten von Bandscheibenvorfällen, die im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten, behandelt bzw. beseitigt werden. Abhängig machen muss man diese endoskopischen Eingriff im wesentlichen von der Erfahrung des Operateurs und der Art der
verwendeten Instrumentarien.

Im wesentlichen gilt nämlich die Devise: Endoskopie ist nicht gleich Endoskopie! Gerade in letzter Zeit wurde in der Arztpraxis vermehrt ein Instrumentarium sehr erfolgreich
entwickelt, mit dem man Bandscheibenvorfälle nicht nur im Bereich der Lendenwirbelsäule, sondern auch im Bereich der Brustwirbelsäule erfolgreich entfernen kann. Aufgrund dieser Operationsmethode, die sowohl die Knochen als auch das umliegende Gewebe schont, steht nun den Medizinern eine Option zur Verfügung, die gewährleistet, dass heutzutage in modernen Arztpraxen ein Bandscheibenvorfall nicht nur sehr sicher und ohne Komplikationen, sondern auch noch äußerst patientenschonend erfolgen kann. Die Rede ist von der Operation bei einem Bandscheibenvorfall durch einen endoskopischen Eingriff, bei dem eine starke Reduktion möglicher Komplikationen und Nebenwirkungen gewährleistet ist.

Wer sich die endoskopische Methode zur Behebung des Bandscheibenvorfalles genauer betrachtet, wird feststellen, dass im wesentlichen ein Unterschied zwischen den herkömmlichen Methoden der Endoskopie und dem nunmehr gängigen besteht. Denn während üblicherweise bei einer Bandscheibenvorfall OP der Zugang zum Ort des Schmerzes dorsal, also über einen hinteren Zugang erfolgte, funktioniert dies nun von der Seite. Genauer gesagt wird die Endoskopie durch das Nervenaustrittsloch, das Foramen, durchgeführt.
So ist gewährleistet, dass die Nervenstrukturen, die sich im Wirbelkanal befinden, nicht betroffen sind. Etwaige Verletzungen oder spätere Vernarbungen nach einer Operation wegen eines Bandscheibenvorfalles werden so ausgeschlossen. Auch andere Komplikationen, die im Zuge einer Bandscheiben Operation bis dato auftreten konnten, können nun vermieden werden. Die Bänder, die zwischen den Wirbeln liegen, bleiben komplett intakt und dienen so zur Stabilisierung der Wirbelsäule.
Eine Folge der endoskopischen Operation bei einem Bandscheibenvorfall ist die Tatsache, dass aufgrund des seitwärtigen Zugangs, der lediglich mit wenig Schmerzen beim Patienten vor sich geht, keine komplette Vollnarkose des Betroffenen erfolgen muss. Auch Nervenwurzelverletzungen, die bis dato ein Risiko bei den Eingriffen zur Beseitigung eines Bandscheibenvorfalls darstellten, sind im Rahmen der neuen Methode äußerst selten und werden mit einer Wahrscheinlichkeit von einer pro tausend Operationen beziffert. Die Problematik, dass im Zuge von offenen Operationen immer wieder eine Verletzung des Duralschlauches mit Austritt von Hirnwasser vorkommen kann, wurde bisher mit der neuen Methode zur Beseitigung eines Bandscheibenvorfalles komplett ausgeschlossen.

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